Leistung · 01

KI-Agenten, die Aufgaben übernehmen — nicht Gespräche führen.

Ein KI-Agent ist kein Chatbot. Er ist ein Stück Software, das eine klar umrissene Aufgabe übernimmt, in Ihre Systeme eingreift und sich dann abmeldet. Wir bauen diese Agenten individuell — für die Prozesse, an denen Ihre Mitarbeiter heute noch festhängen.

Definition

Was wir unter einem Agent verstehen.

Der Begriff *Agent* ist in den letzten Jahren breiter geworden, als uns lieb ist. Fast jedes Werkzeug, das ein Sprachmodell verwendet, nennt sich heute Agent. Wir meinen etwas Präziseres.

Ein Agent im Sinne unseres Ateliers hat drei Eigenschaften. Er hat eine klar umrissene Aufgabe — nicht „alles ein wenig besser machen", sondern „eingehende Rechnungen im ERP verbuchen" oder „Schadensmeldungen klassifizieren und weiterleiten". Am Ende steht eine Ja-oder-Nein-Antwort auf die Frage, ob er die Aufgabe gelöst hat.

Er arbeitet autonom. Kein Mensch startet ihn, kein Mensch überwacht ihn im laufenden Betrieb. Er läuft im Hintergrund — als Cronjob, als E-Mail-Listener, als Event-Handler — und meldet sich nur, wenn er unsicher ist.

Er greift in echte Systeme ein. Ein Agent, der nur Text erzeugt, ist ein Generator. Ein Agent verbucht, legt an, ändert, eskaliert. Er hat Zugriff auf Ihr ERP, Ihr Ticketing, Ihr CRM oder was sonst zum Prozess gehört.

Was ein Agent nicht ist: ein Chatbot im Webbrowser, ein Allzweck-Assistent, ein Ersatz für eine ganze Abteilung. Seine Stärke liegt in der Fokussierung — und darin, dass er sich so genau einmessen lässt, dass er im produktiven Betrieb tragfähig ist.

Anwendungsfälle

Wo ein Agent heute schon Geld und Zeit spart.

01

Rechnungsverarbeitung

Der Agent liest eingehende PDF-Rechnungen, extrahiert Lieferant, Betrag, Steuer und Bestellreferenz. Er gleicht mit der offenen Bestellung ab und bucht im ERP. Bei Abweichungen eskaliert er — mit konkretem Hinweis, was nicht stimmt.

02

E-Mail-Triage

Eingehende Nachrichten werden kategorisiert, mit Kontext aus dem CRM angereichert und an den richtigen Kollegen geleitet. Dringendes wird markiert. Der Klassiker „Wer bearbeitet das eigentlich?" entfällt.

03

Dokumenten-Extraktion

Aus Verträgen, Formularen oder gescannten Dokumenten werden strukturierte Daten gewonnen — auch wenn die Vorlage jedes Mal anders aussieht. Der Agent liefert ein geprüftes JSON, aus dem Sie weiterarbeiten können.

04

Stammdaten-Anreicherung

Ein Agent ergänzt Kundendaten mit Informationen aus öffentlichen Quellen — Handelsregister, Website, Branchenverzeichnisse. Was heute Stunden dauert, passiert in Minuten und nach einheitlichen Regeln.

05

Status-Kommunikation

Ein Agent fragt bei Lieferanten nach Lieferterminen, erinnert an offene Anfragen, fasst Antworten zusammen. Ihr Team sieht die Zusammenfassung — nicht die vierzehn E-Mails dahinter.

06

Support-Klassifizierung

Kundenanfragen werden bewertet, vorbeantwortet oder eskaliert, bevor sie im Postfach eines Kollegen landen. Standardfragen beantwortet der Agent direkt, der Rest kommt priorisiert an.

Technologie

Was einen Atelier-Agent technisch ausmacht.

Wir sind technologieoffen. Welches Sprachmodell zum Einsatz kommt, entscheidet der Anwendungsfall: GPT-4 oder Claude für anspruchsvolles Sprachverständnis, Llama oder Mistral für Daten, die Ihr Haus nicht verlassen dürfen. Die Integration läuft über die Schnittstellen, die Ihre Systeme ohnehin anbieten — REST-APIs, Webhooks, Datenbank-Verbindungen, E-Mail. Wo keine Schnittstelle existiert, bauen wir eine. Wo auch das nicht geht, nutzen wir Browser-Automatisierung mit denselben Zugriffsmustern, die ein Mensch verwenden würde.

Drei Prinzipien sind für uns nicht verhandelbar.

Nachvollziehbarkeit. Jede Entscheidung des Agents ist protokolliert. Sie können jede Buchung, jede Klassifizierung, jede Eskalation zurückverfolgen — Monate später, auf Knopfdruck. Kein Black-Box-Betrieb.

Kontrolle. Der Agent arbeitet in einem definierten Rahmen. Außerhalb dieses Rahmens fragt er nach — er rät nicht und handelt nie überraschend. Sie legen fest, was er darf und was nicht.

Datenhoheit. Ihre Daten bleiben auf Systemen, die Sie kontrollieren. Wir bevorzugen EU-Hosting oder lokale Modelle, wenn die Aufgabe es hergibt. Kein Datenabfluss an Drittanbieter, kein Training auf Ihren Geschäftsdaten.

Vorgehen

Wie ein Projekt abläuft.

Ein typisches Agenten-Projekt dauert vier bis zwölf Wochen. Wir beginnen mit einem Tag bei Ihnen im Haus — wir schauen uns den Prozess an, sprechen mit denen, die ihn heute manuell machen, und identifizieren die richtige Aufgabenabgrenzung. Anschließend erarbeiten wir einen konkreten Vorschlag: Was wird automatisiert, was nicht, was kostet es, was bringt es.

Der Bau passiert in zweiwöchigen Inkrementen. Sie sehen alle zwei Wochen, was funktioniert. Sie können jederzeit die Richtung korrigieren. Am Ende übergeben wir den Code. Er gehört Ihnen. Wir bleiben nur, solange Sie uns brauchen — für Betriebs-Begleitung, Erweiterungen oder neue Agenten.

Erster Schritt

Ein unverbindliches Erstgespräch.

Wir nennen keine Preisschilder auf einer Website. Nicht, weil wir etwas verbergen — sondern weil ein ehrlicher Rahmen den konkreten Fall braucht. Welche Systeme sind angebunden? Wie oft läuft der Prozess? Welche Fehlerquote ist akzeptabel? Drei Fragen, die den Aufwand deutlicher bestimmen als jede Pauschale.

Darum arbeiten wir anders. Sie buchen ein 45-minütiges Erstgespräch, kostenlos und unverbindlich. Sie schildern einen Prozess, der Sie aufhält. Wir hören zu und sagen offen, ob wir helfen können, wie ein realistischer Rahmen aussähe und welcher nächste Schritt sinnvoll wäre.

Manchmal ist die Antwort am Ende: bauen — und dann folgt ein konkretes Angebot. Manchmal ist die Antwort: nicht jetzt, hier sind zwei Dinge, die Sie vorher aufräumen sollten. Beides ist für uns ein guter Abschluss eines Erstgesprächs.

FAQ

Häufige Fragen.

Arbeiten KI-Agenten auch mit alten Systemen wie SAP ECC oder AS/400?

Ja. Alte Systeme haben oft keine modernen APIs, aber fast immer einen Weg hinein — Datenbank-Zugriff, Export-Dateien, Browser- oder Terminal-Automatisierung. Wir haben Agenten gebaut, die gegen AS/400 über Terminal-Emulation arbeiten. Das ist aufwändiger als REST, aber machbar.

Bleiben unsere Daten in Deutschland oder Europa?

Ja, wenn Sie das wollen. Wir hosten standardmäßig in der EU. Für Aufgaben mit besonders sensiblen Daten — Personaldaten, Gesundheitsinformationen, Konstruktionsunterlagen — nutzen wir lokale Sprachmodelle, die Ihr Rechenzentrum nie verlassen.

Was passiert, wenn der Agent einen Fehler macht?

Ein sauber gebauter Agent macht selten Fehler — er fragt nach. Jeder Agent hat eine Konfidenzschwelle. Liegt seine Sicherheit darunter, eskaliert er automatisch an einen Mitarbeiter, statt zu raten. Die Eskalationsquote ist ein Messwert, den wir gemeinsam mit Ihnen einstellen.

Wie lange dauert der Bau?

Vier bis zwölf Wochen ab Projektstart. Die erste produktive Version läuft meist nach sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit sehen Sie alle zwei Wochen Zwischenstände und können die Richtung korrigieren.

Brauchen wir KI-Kompetenz im eigenen Haus?

Nein. Ihr Team muss verstehen, was der Agent tut und wie er entscheidet — dafür schulen wir. Der Agent selbst wird so gebaut, dass Ihre IT-Abteilung ihn betreiben kann, ohne Data-Scientist im Haus.

Können wir mit einem kleinen Piloten starten?

Ja, und wir empfehlen das. Ein vier- bis sechswöchiger Pilot für einen Teilprozess gibt Ihnen eine realistische Einschätzung vor einer größeren Investition. Der Pilot-Code bleibt verwertbar, falls Sie weitermachen.

Nächster Schritt

Ein Gespräch. Keine Präsentation.

45 Minuten. Wir hören, welche Prozesse Sie aufhalten, und sagen offen, ob wir helfen können — oder nicht.

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